Personalmangel oder unzureichende Kapazitätsauslastung?

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Personalmangel oder unzureichende Kapazitätsauslastung?

 

Die Zeitungen sind voll davon. "Wir können kein Personal finden" oder "Wir haben einen Personalmangel". Wird dabei nicht eine sehr wichtige Frage übersehen: nutzen wir die vorhandene Kapazität optimal? Als Berater habe ich viele Organisationen von innen gesehen. Anhand dieser Beobachtungen sieht man, dass in vielen Unternehmen noch immer Kapazität vorhanden ist! Nur intern wird sie nicht (mehr) gesehen.

 

Woran kann man das erkennen? Es genügt, einfach nur zu beobachten:

  • Die Mitarbeiter warten.
  • Die Arbeit ist nicht oder nur unzureichend ausbalanciert (Engpässe).
  • Es fehlt an guten Zeitstandards (dies führt zu Abweichungen von der Planung).
  • Unnötige Transportvorgänge, Bewegungen und/oder Verlagerungen.
  • Bevorratung zwischen Arbeitsplätzen.
  • Kommunikationsmängel (mangelnde Information, Ausbildung oder Zuhören).

Was man sieht, sind eigentlich nur klassische Verschwendungen! Was kann man dagegen tun?


1. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Software. Software sorgt zwar für Struktur, trägt aber auch zur Schwerfälligkeit bei. Manchmal muss zu viel registriert werden, vor allem, wenn es sich um ein laufendes Projekt handelt. Außerdem hält es die direkten und indirekten Mitarbeiter zu sehr auf Trab.
2. Sicherstellen, dass das System (Blackbox) in einem ordentlichen und überschaubaren Zustand ist, so dass die Arbeit optimiert werden kann. Dann reichen die Eingangs- und Ausgangsregistrierung aus. Fehler, Ausschuss, Zeit- und Materialverbrauch bestimmen dann den Output.
3. Geben Sie jedem Mitarbeiter einen ausreichenden Entscheidungsspielraum im Rahmen des Organisationsziels.


Wie kann man herausfinden, inwieweit die Organisation produktiv ist und optimal funktioniert?


Messen heißt wissen, ist eine weit verbreitete Aussage. Um Einsicht zu erlangen, ist dies richtig. Sie sollten jedoch nicht nur mit Hilfe von KPIs messen oder sich auf Ihre Zahlen verlassen. Nein, gehen Sie (noch einmal) auf den Flur (Lean: Gemba walk) und sehen Sie, was wirklich passiert. Sie werden überrascht sein, dass die Realität manchmal anders aussieht, als die Zahlen es zeigen. Untersuchen Sie, warum manches anders läuft oder anders gemacht wird als geplant. Sobald Sie dies analysiert haben, können Sie Entscheidungen zur Einführung struktureller Verbesserungen treffen. Verbesserungen, die über den gesamten Prozess hinweg berücksichtigt werden müssen. Suboptimierungen können sonst auf andere Abteilungen zurückschlagen. Lassen Sie auch jemanden von außen Ihren Produktionsablauf und Ihre Kommunikation beobachten.

 

Ein frischer und unabhängiger Blick kann immer neue Erkenntnisse bringen.

Autor: Jos Valkenburg
CEO AQM International Consulting
Vertreter der MTM Association Benelux

 

 

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